"Die Frequenz der Stille" - Forschung zur Meditation
"nano extra"-Dokumentation über das, was wir denken, wenn wir nicht denken

"Die wirklichen Abenteuer sind die, die in unserem Körper liegen" berichtet der Soziologe Prof. Kurt Weiß von der Technischen Universität München. Durch Meditation und anderes mentales Training stellt der Mensch eine Beziehung zu seinem Innenleben her; die Frage ist, ob er dadurch Hirnströme und neuronale Verbindungen dauerhaft verändert. Inzwischen scheint bewiesen, dass Meditation tatsächlich außer kurzfristigen auch lang anhaltende Auswirkungen hat, die Veränderungen im Gehirn hervorrufen.

"Achtsam" gegen Schmerz und Depression vorgehen

Stress, Schmerzen und Depressionen abbauen helfen soll eine Therapie, die aus den USA stammt und auch in Deutschland mehr und mehr Aufmerksamkeit findet. "Mindfulness basierte Therapie" bedeutet, wieder auf alltägliche Handlungen zu achten und sich ihrer bewusst zu sein, statt sie gleichsam automatisch ablaufen zu lassen. Meditation und Atemtechniken ergänzen die Therapie. Dabei ist es wichtig, diese Handlungen zwar aufmerksam, oder, wie es in der Therapie heißt, "achtsam" wahrzunehmen.


Meditation verschafft uns beruhigende Gammawellen

Hirnfrequenzen zwischen 30 und 80 Hertz, die Theta- und Gammawellen, sorgen für Ruhe und Frieden im Bewusstsein und führen so zu Nirwana-ähnlichnen Zuständen durch Meditation, hat der Neurowissenschaftler Dr. Ulrich Ott herausgefunden. Änderungen werden sogar dauerhaft, fand Prof. Richard Davidson von der Universität von Wisconsin in Madison heraus. Acht tibetische Mönche waren dem Ruf des Dalai Lama eigens für dieses wissenschaftliche Projekt in das Forschungszentrum gefolgt.


Meditation und Atemtechniken können Blutdruck senken
Meditation in Kombination mit Atemtechniken kann erhöhten Blutdruck senken. Das haben Würzburger Mediziner herausgefunden. Bei den Testpersonen habe eine "christliche kontemplative Meditation" so angeschlagen wie sonst nur bei Behandlung durch Arzneimittel. Allerdings gelte dies nur für Patienten, deren Bluthochdruck leicht bis mittelschwer und durch Stress bedingt sei. Zudem hätten die Probanden freiwillig an der Studie teilgenommen und waren der Meditation aufgeschlossen.

"nano extra":
"Die Frequenz der Stille"
Sonntag, 11. Juni 2006,
18 Uhr in 3sat

Quelle: 3sat.de 06.06.2006 / mp3sat / nano

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